Historische Nilflut

Das Fallbeispiel „Historische Nilflut“ unternimmt den Versuch beispielhaft das Potenzial raum-zeitlich differenzierte Aussagen zur Nilflutdynamik zwischen 600 v. bis 300 n. Chr. zu untersuchen. Diesem Ansatz liegt die Annahme zugrunde, dass mit einem geeigneten inversen Modellkonzept Flutmuster, -quantitäten und -qualitäten ausreichend genau für historisch-ökonomische Fragestellungen simuliert werden können.
Hintergrund  ist die nach der letzten Eiszeit kontinuierliche Aridisierung Afrikas und die hierdurch begünstigte ökonomische Situation des Niltal als periodisch bewässerte Oase, die die Entwicklung einer Hochkulturgesellschaft auf der Grundlage einer optimierten Überschußökonomie ermöglicht.
Das inverse Modellkonzept bietet grundsätzlich das Potential die historischen Nilflut mit Hilfe der vorhandenen Pegelstände zu simulieren. Drüber hinaus ermöglicht das quantitative Modellkonzept die Simulation der Sedimentfrachten sowie Wasserkapazitäten. Nicht zuletzt besteht die direkte Verwendbarkeit in virtuellen Landschaftsrekonstuktionen zur Visualisierung und Interpretation der Resultate.

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